Einsatztaktik Wasserrettung

Maßnahmen zur Bewältigung von Wasserrettungslagen (z.B. Ertrinkungsunfälle, Hochwasser). Diese fließen in die 302 Planung und Entschluss ein.

Suchverfahren in Bootskette

Bei der Personensuche auf Gewässern ist die Bootskette ein Standardmanöver.

  • Mehrere Motorrettungsboote fahren parallel in Sichtabstand

  • Ein Bootsführer (meist die Mitte) gibt Kurs und Geschwindigkeit vor

  • Auf Fließgewässern wird primär gegen den Strom (flussaufwärts) gesucht, um die Relativgeschwindigkeit zum Treibgut zu verringern und das Boot besser zu manövrieren

Logistik & Gelände

Die 301 Lagefeststellung klärt im Wasserrettungsdienst zwingend:

  • Wo können Boote zu Wasser gelassen werden? Sind Slippstellen befestigt?

  • Wasserweg ist oft langsamer als Landweg (Schleusen, Wehre, Strömung)

  • Kommen RTW/NEF über Zufahrten an das Ufer zur Patientenübergabe

Der Sicherungsposten (SiPo)

Bei Einsätzen im Fließgewässer wird (mindestens) ein Sicherungsposten unterstrom der Einsatzstelle positioniert.

Auftrag: Auffangen von abtreibenden Einsatzkräften oder Patienten.

Ausstattung: Wurfsack, ggf. Boot, PSA.

Beispiel aus Planung: “SEG 1 slippt vor Ort. SEG 2 und 3 fahren zur Brücke (Unterstrom). SEG 3 stellt dort sofort den Sicherungsposten, erst danach beginnt die Suche flussaufwärts.”